Remembrance · Todesfälle

Elisabeth Kmölniger (1947 – 2018)

Manche Menschen des öffentlichen Lebens sterben einfach so: kaum beachtet von Google, den Medien, der Öffentlichkeit. Ihr Tod macht klar, wie bedingungslos Sterben ist. Denn jeder Ruhm ist Schimäre, so ist es immer schon gewesen. Gerade deshalb sollten wir diesen „gewöhnlich“ Sterbenden  gedenken. Elisabeth Kmölniger („Kmö“) schied am 24. Jänner 2018 im siebzigsten Lebensjahr aus dem Leben.

Weiterlesen „Elisabeth Kmölniger (1947 – 2018)“

Logbuch

„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“

Schade, dass in dieser Untersuchung die Gegenwart ausgespart bleibt, trotzdem ein sehr lohnenswerter Versuch, den „Zwang zur Arbeit“ in Bezug auf die Freiheit des Individuums zu beleuchten!

Paul Schreyer

1. Februar 2018   —   Vor fast 30 Jahren veröffentlichte der Sozialwissenschaftler Götz Eisenberg den folgenden Essay, damals in der Zeitschrift „Psychosozial“, die 1978 vom Psychoanalytiker und Vorreiter der Friedensbewegung Horst-Eberhard Richter gegründet worden war. Der Text erschien Ende letzten Jahres erneut in Konstantin Weckers Nachrichtenportal „Hinter den Schlagzeilen“, wo ich ihn entdeckte. Ich danke dem verantwortlichen Redakteur Roland Rottenfußer sowie Götz Eisenberg sehr herzlich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung auf meinem Blog. In der ursprünglichen (und längeren) Version von 1990 war dem Text folgendes Zitat von Friedrich Nietzsche vorangestellt:

Ursprünglichen Post anzeigen 4.063 weitere Wörter

Remembrance

Rosa und die Pferde

Drei Nachrichten der letzten Woche alarmieren. Im Standard lese ich, dass Konzentrationsminister Kickl plant, wieder berittene Polizisten in Wien einzusetzen. Im Freitag  lese ich über das schwierige Erinnern  an den Holocaust in Deutschland und in Österreich zeigt Tag für Tag der Antisemitismus seine haßverzerrte Fratze. Das Vokabel von der Judenvergasung ist in aller Munde. Unwillkürlich muß ich an Rosa denken, meine schon lange verstorbene Großmutter.  Heute, im Gedenkjahr 2018, spricht sie öfters zu mir. Wir wollen das Gedenkjahr würdig begehen – für die Skandale sorgen allerdings die Anderen. Weiterlesen „Rosa und die Pferde“

Logbuch

Erbrochenes am Straßenrand 1

In den letzten Jahren greift das Übermenschentum wieder um sich und die Dämme gegen verbale Entgleisungen brechen, gerade auch bei Politikern. Unappetittliches ergießt sich in die Gossen vieler Städte, darunter Wien und Washington. Das Erbrochene heißt Rassismus, die Akteure sind sich keiner Schuld bewusst. Der Firnis der Zivilisation wird immer dünner. Deshalb tun die Worte von Heinz Fischer gut.

Es gibt eine Menschenrechtsdeklaration, und die gilt es zu beachten. Die Menschenwürde muss unantastbar sein, egal ob Flüchtling oder nicht. Wenn ein Politiker Menschen gegenüber in einer Art und Weise argumentiert, als seien sie Menschen zweiter Klasse, dann müssen die Alarmglocken läuten.

(Bundespräsident aD. Heinz Fischer) in einem Profilinterview vom 9.1.2018