Logbuch

Bujohype Leuchtturm 2017

Oft sind Hypes gleichzusetzen mit Dummheit, in vielen Fällen auch mit Qualitätsverlust. In vielen Fällen sind sie nur ein Aufguß aus Dingen, die es ohnehin schon immer gegeben hat. So neu auf Erden ist die Menschheit ja nicht. Manchmal aber lohnt es sich den Trends nachzugehen, um zu sehen, was an ihnen dran ist. Und dabei macht man vereinzelt erfreuliche Entdeckungen. Hier ist ein Beispiel aus dem Feld der Papierwaren oder mit Lifestyle-Affinität ausgedrückt: der Stationaries. Wir sprechen von den Notizbüchern der Firma Leuchtturm 1917.

Bujo
Leuchtturm 1917, Kaffee und Stabilo Point. Copyright: Gkowar

Aufmerksam geworden bin ich auf diese Notizbuch – Marke bei meinen Recherchen über die sogenannten Bullet Journals. Ja, ich bin mittlerweile auch dabei! In der Mehrzahl der Lifestyleblogs zum Thema Bujo wird einerseits darauf verwiesen, daß man ein Bullet Journal auch mit jedem X-beliebigen, auch bedeutend billigeren Notizbuch führen könne, andrerseits kommt das Leuchtturm 2017 fast immer standardmäßig zur Anwendung. Niemand im englischsprachigen Raum kann zwar seinen Markennamen korrekt aussprechen, verwenden tun es, dank Online-Vertrieb, sehr viele. Das ist erstens Ausdruck von Hype, aber auch Ausdruck von Qualitätsbewußtsein. Weil das Notizbuch aber nicht so ganz billig ist, empfehle ich AnfängerInnen, ein billiges Notizheft, das wahrscheinlich auch schon zuhause herumliegt, für einen Entwurf zu verwenden und erst dann zum Flagschiff zu greifen.

Für die weite Verbreitung des Leuchtturm 2017 gibt es gute Gründe. Einerseits hat sich die Firma rechtzeitig in den entstehenden  BuJo Hype eingebracht hat und das Layout den Bedürfnissen des Bullet Journalling, so wie es von Ryder Carrol als Grundkonzept vorgeschlagen wurde, angepasst. Dieser steht auch nicht an, immer wieder mal auf Leuchtturm 1917 hinzuweisen. Diese Zusammenarbeit hat auch dazu geführt, daß Leuchtturm 1917 eine Linie produziert, auf Deckel ein Imprint mit der Bezeichnung Bullet Journal prangt und auch sonstige Goodies, wie ein Future Log anbietet.. Der Kauf dieses Dings muss aber meines Erachtens nicht unbedingt sein, um in den Genuß vorhandener Qualität zu kommen.

Denn was mich eben zum Kauf bewogen hat, ist eben die Qualität des Leuchtturm 1917 Notizbuches, die meiner Meinung nach auch die Produkte  von  Moleskine, dem zweiten Qualitätsplatzhirschen am Markt hinter sich läßt. Dazu gehören meines Erachtens folgende Features:

  • die Möglichkeit nicht nur liniert, kariert oder glatt zu kaufen, sondern auch gepunktet. Bei der dotted version besitzt man auf jeder Seite einen Grid, der für Ordnung sorgt und auch Freihandzeichnen sehr unterstützt. Die Seiten wirken dann nach den jeweiligen Einträgen ordentlich, aber nicht so gekünstelt wie jene, die mit dem lineal geplant werden.
  • Das Notizbuch kommt standardmäßig mit einem Namensfeld für den Nutzer, einem offenen Inhaltsverzeichnis und einer Seitennummerierung – all dies in einer dezenten, mit semitransparenter Schrift, die den eigenen Gestaltungsprozess nicht unangenehm überlagert.
  • Mehreren Klebeetiketten ergänzen jedes Notizbuch, mit dem es in weiterer Folge gut archiviert werden kann, darunter auch Klebeetiketten für den schmalen Rücken des Journals.
  • Im inneren Rückeneinband ist eine Tasche eingeklebt, welche zur Aufnahme von Zettelwerk gedacht ist.
  • Auffallend ist die gute Fadenbindungindung, das Heft fällt auch bei etwas roherem Umgang nicht auseinander.
  • Standardmäßig angebracht sind unterschiedlich gefärbte Lesefäden, die ich sehr praktisch und schön finde.
  • Und dann das Papier, auf welchem man nicht gleich die Schrift der Vorderseite durchsieht.

Vielleicht ist auch noch etwas Firmengeschichte hilfreich. Die Firma Leuchtturm aus Hamburg besteht seit dem Jahr 1917 (sic!) und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1948 wieder aufgebaut. Bekannt wurde die Firma ab den 1960er Jahren durch seine Briefmarken- und Münzalben und machte sie zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet.

Damit sei der freiwilligen und unentgoltenen Werbung Genüge getan. Für Ergänzungen zum Thema in den Kommentaren bin ich dankbar.


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