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Feed aufräumen #2

Die elektronische Ruhe in den ersten Tagen nach dem Weihnachtsfest war beunruhigend, weil trügerisch. Wenig Feeds, kaum Postingaktivität!  Schon kurz nach dem Neujahrstag gings dann los, und heute ist schon wieder Aufräumen angesagt.

Weihnachten bedingt offenbar auch, sich vermehrt über psychische Erkrankungen in unseren angestrengten Zeiten Gedanken zu machen. Zum Thema Bipolare Störung fand ich ein ein ausgezeichnetes Video aus den UK (The Mess) und ein interessantes Buch aus den USA (Aime Low: Mental. Lithium, Love and Loosing my Mind), welches auf Democracy Now mit einem Interview der Autorin rezensiert wurde. Über die zunehmende Anerkennung der Asperger Krankheit als eine Voraussetzung für Hochbegabung war Interessantes im Magazin Nautilus  zu lesen. Zeitgleich erschien ein ausführlicher Artikel über die Berufsbiographie eines an Asperger erkrankten Software Entwicklers. Trotz heftigem Widerstand der Spieleindustrie hat sich die offizielle Definition eines neuen Krankheitsbildes durch die WHO durchgesetzt: die Spielstörung (Gaming Disorder). Sehr besorgniserregend ist auch eine Meldung über Donald Trump. Democracy Now berichtet (Video) über die Warnungen einer anerkannten Gruppe us-amerikanischer Psychiater, die sich mit dem besorgniserregenden Geisteszustand des Präsidenten auseinandergesetzt haben.

An dem Thema Migration wird man auch 2018 nicht vorbeigehene können,  Migration und Flucht sind Bestandteil unserer globalisierten Gesellschaft und ein symbolischer Dauerbrenner des poltischen Populismus.  Ein kluger Artikel von Emma Green zeigt, daß vieleorts die Frage falsch gestellt wird. Sie geht der Frage nach,  wie die USA den Islam verändere und nicht umgekehrt. Das differenziert die Frage nach der österreichischen Variante der Leitkultur („Mir san mia“) und verweist die herrschende Islamisierungsparanoia dorthin, wo sie geschaffen wurde: ins Lager unverantwortlicher Politiker. Wobei auch zu sagen ist, daß das weltweite Bevölkerungswachstum weiterhin Druck auf die globalen Bevölkerungsbewegungen ausüben wird. In Zusammenhang mit dem von den Industrienationen und deren Industrien verursachten Umweltzerstörung meint die anerkannte Oxfam Stiftung, daß auch der Klimawandel als Asylgrund anerkannt werden müßte.

Apropos Klimawandel. Auch der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (bzw. seine BeraterInnen) sollten mittlerweile den Unterschied zwischen Klima und Wetter kennen und die Kältewelle in den USA nicht gegen das Global Warming aufrechnen. Anstatt gefährlichen Schwachsinn per Twitter verbreiten zu lassen, sollte Herr Trump lieber in politischer Verantwortung das Leben seiner obdachlosen Staatsbürger  schützen.

 

 

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